Rauschgiftbrigade

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Bewertung
***
Originaltitel
Port of New York
Kategorie
Film Noir
Land
USA
Erscheinungsjahr
1949
Darsteller

Scott Brady, Richard Rober, Yul Brynner, Lynne Carter, Arthur Blake

Regie
László Benedek
Farbe
s/w
Laufzeit
82 min
Bildformat
Vollbild
 

 

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Vor der US-amerikanischen Ostküste wird von Bord der S.S. Florentine eine wertvolle Ladung Narkotika für medizinische Anwendungen gestohlen. Die Zollfahnder Mickey Waters (Scott Brady) und John Flannery (Richard Rober) übernehmen den Fall, bei dem auch ein Mord verübt wurde. Als Toni Cardell (K.T. Stevens), ihres Zeichens die ex-Geliebte des ebenso charmanten wie skrupellosen Gangsters Paul Vicola (Yul Brynner), mit den beiden in Kontakt tritt, scheint sich eine erste Spur zu bieten. Aber bevor sie Waters und Flannery die versprochenen Informationen zuspielen kann, wird Toni Cardell ermordet. Der Komödiant Dolly Carney (Arthur Blake) arbeitet in einem Nachtclub. Schon mehrfach hat er in der Vergangenheit als^ein Strohmann für den New Yorker Drogenschmuggel agiert. Flannery und Waters nehmen Carney in die Mangel und stoßen im Hafen von Brooklyn auf einen ominösen Yachtclub, dahinter sich offenbar mehr verbirgt, als es den Anschein hat…
 
Port Of New York ist obskur - nicht nur wegen seines deutschen Titels Rauschgiftbrigade, der grotesk ist. Vielmehr bringt der Film das Debüt des Hollywoodstars Yul Brynner als Drogenschmuggler Paul Vihoca. Brynner wurde 1956 mit der Hauptrolle in The King and I weltberühmt – seinem zweiten Hollywoodfilm. Heute erinnert man sich an ihn als einen der Überhelden in Die glorreichen Sieben (1960) und als den Roboter-Cowboy in Westworld (1973). Als Film Noir weist Rauschgiftbrigade typische Stilelemente auf: Erzählstimme aus dem Off, semi-dokumentarische Ermittlung eines Kriminalfalls, das schmale Budget einer B-Produktion! Das Ergebnis ist ein Film, der aus seinen Möglichkeiten mehr heraus holt, als man erwarten könnte. Vor allem George E. Diskants Kameraarbeit und Schwarzweißfotografie mit vielen Außenaufnahmen New Yorks sorgen für Atmosphäre.
 
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Der Film ist für seine Zeit hart und bringt im Verlauf der Handlung einige Überraschungen. Qualitäten ergeben sich aus der Besetzung: Brady, Rober und vor allem Arthur Blake können Brynner das Wasser reichen und tragen den Film. Die Regie sorgt neben der Kameraarbeit für Spannung, die sich zum Ende hin verdichtet. Schwachpunkt: der semi-dokumentarische Stil mit Fokus auf der Ermittlungsarbeit gerät zur pro-amerikanischen Propaganda. Geheimagent T (1947) oder Straße ohne Namen (1948) sind hier noch weit schlimmer. Auch erscheinen die weiblichen Darstellerinnen hölzern und blass. Eine Claire Trevor oder Lizabeth Scott hätte dem Film die Klasse verliehen, die er vermissen lässt. Bessere Film Noirs mit Schauplatz New York sind allemal Jules Dassins Stadt ohne Maske / Die nackte Stadt (1948), Anthony Manns Side Street (1950) und Samuel Fullers Polizei greift ein / Lange Finger - harte Fäuste (1953). Letzterer spielt zu Teilen auch im Hafen New Yorks und scheint von Port Of New York inspiriert zu sein. Der Witz besteht darin, dass Samuel Fullers Film Noir allerdings komplett in Los Angeles gredreht wurde.
  
Rauschgiftbrigade ist in keiner erhältlichen Version restauriert oder synchronisiert. Die DVD-Version vom US-Hersteller Alpha Video zeigt mittelprächtige VHS-Qualität im Originalformat und einen gut verständlichen Ton ohne Untertitel.
 

Film Noir | 1949 | USA | László Benedek | George E. Diskant | John Kellogg | Richard Rober | Scott Brady | Yul Brynner | K.T. Stevens

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