Whispering City / Crime City

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Bewertung
****
Originaltitel
Whispering City
Kategorie
Film Noir
Land
CAN
Erscheinungsjahr
1947
Darsteller

Helmut Dantine, Mary Anderson, Paul Lukas, John Pratt, George Alexander

Regie
Fyodor Otsep
Farbe
s/w
Laufzeit
98 min
Bildformat
Vollbild
 
 

 

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© Alpha Video Distributors, Inc.
 
Quebec, Kanada: Die junge Journalistin Mary Roberts (Mary Anderson) wird von ihrem Chefredakteur Edward Durant (John Pratt) zwecks eines Interviews ins Krankenhaus geschickt. Dort liegt nach einem Autounfall die ehemals berühmte Schauspielerin Renée Brancourt (Mimi D’Estée). Sie vertraut Mary kurz vor ihrem Tod ein furchtbares Geheimnis an, welches das seinerzeit jähe Ende ihrer Karriere und den Mord an ihrem Verlobten betrifft. Mary wendet sich an den Rechtsanwalt und Mäzen Albert Frédéric (Paul Lukas), der mit der Brancourt gut bekannt war und versucht, mehr über deren Vergangenheit und die Umstände ihres Todes heraus zu bekommen. Er sucht sie in ihrem Argwohn zu beschwichtigen und klärt sie darüber auf, dass die Brancourt geistig längst nicht auf der Höhe gewesen sei. Indessen unterstützt Albert Frédéric den Pianisten und Komponisten Michel Lacoste (Helmut Dantine), der hoch begabt ist und zugleich an seiner launischen, hysterischen Frau Blanche (Joy Lafleur) äußerst zu leiden hat. Während sich für Lacoste eines Nachts die Situation in den eigenen vier Wänden zuspitzt, muss Mary Roberts erfahren, dass ihre Spurensuche im Leben der Brancourt jemandem sehr ungelegen kommt…
 
Alfred Hitchcock wählte Mary Anderson für Lifeboat (USA 1944) und sicher wusste er warum. Mary Anderson liefert als Journalistin Mary Roberts in Whispering City / Crime City eine erstklassige Leistung und Paul Lukas und Helmut Dantine erweisen sich als adäquate Partner. Die Geschichte zeigt sich eingangs als interessant verschachtelt - zuletzt jedoch als eher durchschnittliche Kriminalhandlung. Zudem kommt das Finale zu hastig und abrupt, um glaubhaft zu erscheinen, was dem Film nicht gut bekommt. Doch wird dies durch Guy Roe und Charles Quick, die als Kameramänner für die gehörige Atmosphäre zu sorgen hatten, über weite Strecken wettgemacht. Als überraschend versiert zeigt sich die diese kanadische Film-Noir-Variante, sowohl in ihrem Gebrauch der lichttechnischen Kniffe als auch mit Blick auf die wunderbare Kulisse der Stadt Quebec. Daüber hinaus erscheint das musikalische Thema, das Quebec Concerto von Andre Mathieu, als ein weiteres Stilmittel, das dem Film seine besondere Note verleiht.
 
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Für den russischen Auswanderer Fyodor Otsep wurde Whispering City / Crime City zur letzten Regiearbeit. Er starb 1949 im Alter von 54 Jahren in Los Angeles. Weder für Mary Anderson, die selbst bis Mitte der Fünfziger in einigen guten Film Noirs in Nebenrollen auftrat, noch für sonst einen Darsteller erwies sich Whispering City / Crime City als ein Schritt auf der Karriereleiter. Heute ist der Film so gut wie vergessen. Demgegenüber hat Alfred Hitchcock, der Mary Anderson von Lifeboat kannte, sich für seinen 1952 gedrehten Spielfilm Ich beichte sowohl die Musik (Mathieus Quebec Concerto) als auch den Schauplatz der kanadischen Metropole "ausgeborgt".
 
Die bildtechnische Qualität der DVD aus England bzw. derjenigen von Alpha Video Distributors, Inc. aus den USA ist leider extrem schlecht und steht zur Qualität des Films im Gegensatz. Zwar ist der Film ungekürzt und ohne Untertitel im Originalformat zu sehen, doch liegt die Bildqualität weit unterm Standard üblicher VHS-Transfers. Hier heißt es abzuwarten.
 

Film Noir | 1947 | International | Fyodor Otsep | Paul Lukas | Mary Anderson

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