der Film Noir

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Film Noir und Neo Noir von 1922 bis heute


„Es gab, wie gesagt, in dieser Geschichte einen Haufen verrückter Menschen, recht durchgedrehtes Volk, sie wurden fast alle in üble undurchsichtige Dinge verwickelt, selbst die, die sich sträubten.“ (Anna Seghers, in: Transit, 1944)
 
Der "Film Noir" bezeichnet einen besonderen Stil amerikanischen Filmschaffens, der mit der größten sozialen Erschütterung des 20.Jahrhunderts, mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs einherging. Die Vorbilder des Film Noirs waren der deutsche Expressionismus der Stummfilmzeit, Hollywoods Gangsterfilm aus den 30er Jahren und der Poetische Realismus Frankreichs.
 
Als Begriff wurde "Film Noir" im Jahr 1946 vom französischen Filmkritiker Nino Frank erdacht. Es ging ihm um das Erfassen einer signifikant neuen und stilistisch relevanten Note im Wartime Cinema der USA. Der Journalist hatte in dem nicht länger von den Nationalsozialisten besetzten Frankreich mehrere aktuelle amerikanische Filme gesehen, darunter John Hustons Die Spur des Falken / Der Malteser Falke (USA1941), Edward Dmytryks Murder, My Sweet (USA 1944) und Billy Wilders Frau ohne Gewissen (USA 1944).
 

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Irving Reis' Crack-Up, 1946
© Warner Bros.
Samuel Fullers Polizei greift ein, 1953
© Koch Media GmbH
Robert Siodmaks Zeuge gesucht, 1944
© Koch Media GmbH

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Max Ophüls' Schweigegeld für Liebesbriefe, 1949
© Second Sight

Louis Malles Fahrstuhl zum Schafott, 1957
© Pierrot Le Fou / Alamode Film

Elia Kazans Unter Geheimbefehl, 1950
© Universum Film GmbH

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Earl McEvoys The Killer That Stalked New York, 1951
© Columbia Pictures Corporation
Jacques Tourneurs Goldenes Gift, 1947
© Studiocanal GmbH
Frank Tuttles Der Todesreifen, 1946
© Warner Bros.
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Neo Noir  Die Kehrseite der Medaille, 1995
© Concorde Home Entertainment GmbH
Neo Noir  Feuerwerk am helllichten Tage, 2014
© Studiocanal GmbH
Neo Noir  Mörder ohne Erinnerung, 2003
© Sunfilm Entertainment GmbH
 
Mit Blick auf deren literarische Vorlagen verdankte sich Nino Franks Film Noir den zeitgenössischen Romanen und Erzählungen von Autoren wie Raymond Chandler, Dashiell Hammett, Graham Greene oder James M. Cain. Bereits ab 1945 erschienen deren Bücher in Frankreich in der von Marcel Duhamel editierten Série Noire. So kam es zum Namen für die Filme nach eben solchen Buchvorlagen. Der vielerorts geläufige deutsche Titel für den Film Noir - die Schwarze Serie - erklärt sich damit ebenfalls. Manche Neuauflage der Werke dieser Schwarzen Serie erschien international bald mit Fotomotiven aus den Verfilmungen – mit den damals neusten Ikonen Hollywoods. Unter ihnen fand sich mancher später weltweit bekannte Filmstar, der in den Vierzigern seine Karriere im Film Noir begann, so etwa Richard Widmark, Burt Lancaster oder Robert Mitchum.
 
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Die Bilderwelten des Film Noirs auf den Buchumschlägen seiner Romanvorlagen und die erste sekundärliterarische Abhandlung von Rang.
 
 
Das Webportal der Film Noir de ist allen Filmen gewidmet, die mit dem Film Noir oder auch mit dem Neo Noir in Verbindung gebracht werden können. Es bietet Erörterungen zu Stilen, Themen, Personen und in erster Linie zu den Werken des Film Noirs. Das Was? findet sich im Menü Film Noir Welt, das Wie? unter Film Noir Stil und das Wer? zeigen die Film Noir Ikonen. Wer mehr wissen möchte, findet das Wo? in der Film Noir Stadt und das Wann? in der Film Noir Zeit. Zugleich bieten in den Filmbsprechungen zahllose Verlinkungen zu Amazon.de einen Zugriff auf digitale Bildträger, die entweder als deutsche Lizenzausgaben oder als Importe erhältlich sind.
 
„Ähnlich wie der “Jazz“, der, aus den USA kommend, erst in Europa als Kunst anerkannt wurde“, reflektiert in seinem Buch Hollywoods moderner film noir (2001) der deutsche Autor Michael Sellmann „ist der film noir mittlerweile zu einem globalen Kulturerbe geworden“.