Rififi

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Bewertung
*****
Originaltitel
Du rififi chez les hommes
Kategorie
Film Noir
Land
FRA
Erscheinungsjahr
1955
Darsteller

Jean Servais, Carl Möhner, Robert Manuel, Janine Darcey, Pierre Grasset

Regie
Jules Dassin
Farbe
s/w
Laufzeit
115 min
Bildformat
Vollbild
 
 
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Tony le Stéphanois (Jean Servais) hat fünf Jahre hinter Gittern verbracht. Wegen guter Führung wurde er vorzeitig entlassen. Nun hat sein Freund Jo le Suedois (Carl Möhner), der Mann von Louise (Janine Darcey) und Vater des sechsjährigen Tonio (Dominique Maurin), endlich Gelegenheit, Tony zu danken, dass ihn jener nie an die Polizei verpfiffen hat. Jo und Mario Farrati (Robert Manuel) versuchen, Tony zur Teilnahme an einem Einbruch beim renommierten Pariser Juwelier „Mappin & Webb“ zu überreden. Doch Tony fühlt sich zu alt und zu krank für solche Eskapaden und schägt das Angebot aus. Er findet seine ex-Geliebte, die Protistuierte Mado (Marie Sabouret), im Nachtclub „L'Age d'Or“, wo sie sowohl arbeitet als auch zur Mätresse des skrupellosen Inhabers Pierre Grutter (Marcel Lupovici) wurde. In ihrer Wohnung verprügelt er sie mit einem Gürtel und nimmt ihr den Schmuck, den er ihr einst schenkte, wieder ab. Tony ist nun doch gewillt, bei dem von Mario und Jo geplanten Einbruch mitzumachen. Aber Tony le Stéphanois will nicht nur die Auslage im Fenster – er will den ganzen Tresor seines Inhalts berauben. Sofort ruft Mario in Mailand seinen Kumpel Cesar (Jules Dassin) an und fordert den Spezialisten für Tresore auf, nach Paris zu reisen…
 
Jules Dassins Klassiker Rififi nach dem  Roman von Auguste Le Breton steht in der Tradition des Gangsterfilms - vor allem in der Tradition solcher Film Noirs, die ihrerseits vom Gangsterfilm inspiriert wurden, an erster Stelle John Hustons Asphalt-Dschungel / Raubmord (USA 1950), den der Film streckenweise paraphrasiert. Was sich sowohl bei Huston als auch bei Dassin wie aktionsgeladene Kriminalgeschichte liest, ist de facto Film Noir, denn so meisterhaft die Handlung auch in Szene gesetzt ist, bleiben es einzig und allein die Charaktere, auf dies es ankommt. Rififi ist kein Film über einen Juwelenraub, der schon im Titel keine Rolle spielt, sondern ein Film über jene „les hommes“ des französischen Originals. Mit Rififi zeigte der von den Kommunistenjägern des House Committees on Un-American Activities (HUAC) 1950 aus den USA vertriebene, gebürtige US-Amerikaner Jules Dassin nach fünf entbehrungsreichen Jahren, dass er, von den Zwängen Hollywoods befreit, ein Meister seines Fachs war.
 
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© Universum Film GmbH
 
Von Ausreißern wie Henri-Georges Clouzots Unter falschem Verdacht ( F 1946) abgesehen, holte Jules Dassin im Anschluss an Jacques Beckers Wenn es Nacht wird in Paris (F 1954) mit Rififi den Film Noir nach Europa zurück. Zwar gab es im Nachkriegskino Englands durchaus Produktionen, die dem Film Noir zuzurechnen waren, doch fehlte es im Land des Namensstifters daran fast völlig. Es ist eine interessante Koinzidenz, dass ebenfalls 1955 mit „Panorama du film noir américain“ von Raymond Borde und Etienne Chaumeton das erste Buch über das Phänomen des Film Noirs erschien – selbstredend in Frankreich.
 
Universum Film bringt Rififi sowohl in der deutschen Kinofassung als auch in der 7 Minuten längeren Originalversion, inklusive der hier untertitelten Passagen - bildtechnisch 1A und mit deutschem oder französischem Ton. An Untertiteln oder Extras fehlt es leider. Dennoch eine klasse Edition!
 

Film Noir | 1955 | France | Jules Dassin | Auguste Le Breton | Carl Möhner | Jean Servais | Robert Manuel | Janine Darcey

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