Heißes Eisen

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Film Noir und Neo Noir von 1922 bis heute


Bewertung
*****
Originaltitel
The Big Heat
Kategorie
Film Noir
Land
USA
Erscheinungsjahr
1953
Darsteller

Glenn Ford, Gloria Grahame, Jocelyn Brando, Alexander Scourby, Lee Marvin

Regie
Fritz Lang
Farbe
s/w
Laufzeit
86 min
Bildformat
Vollbild
 

 

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© Columbia Pictures Corporation
 
Bertha Duncan (Jeannette Nolan) entdeckt die Leiche ihres Mannes, des Polizeibeamten Tom Duncan, der Selbstmord begangen hat. Zudem findet sie eine Kladde, darin die Machenschaften des Geschäftsmanns Mike Lagana (Alexander Scourby) als kriminell enttarnt werden. In einem Telefonat informiert sie Lagana über Duncans Tod und darüber, was sie gegen ihn in der Hand hat. Doch er gibt ihr den Rat, die Polizei zu kontaktieren, bevor er seinerseits Vince Stone (Lee Marvin) ins Bild setzt. Dave Bannion (Glenn Ford) vom Morddezernat findet, obgleich die Witwe ihm von einer Krankheit berichtet, kein Motiv für einen Suizid Duncans. Eine Lucy Chapman (Dorothy Green) ruft bei der Polizei an und behauptet, Tom Duncan habe sich keineswegs selbst getötet. Bannion trifft sie in einer Bar. Lucy gibt sich als Duncans Geliebte aus und widerspricht den Aussagen seiner Witwe. Doch Bannion glaubt, sie wolle aus dem Todesfall Profit schlagen und weist sie zurück. Dennoch erzählt er Lucys Geschichte Bertha Duncan und sie räumt ein, dass ihr Mann eine Affäre hatte. Da hört Bannion, dass Lucy Chapman gefoltert und ermordet aufgefunden wurde. Und sein Chef, Lt. Ted Wilks (Willis Bouchey), gibt Bannion Order, Bertha Duncan nicht weiter zu befragen und auch im Fall der Lucy Chapman nicht zu ermitteln...
 
Der Film Noir hatte seit 1941 manches Tabu gebrochen und das trotz des Hays Codes, dem die Filmproduktionen der 40er und 50er Jahre unterlagen. Ob Sam Spades’ (Humphrey Bogart) Zynismus in Die Spur des Falken / Der Malteser Falke (1941), die schwüle Erotik von Rita Hayworth als Gilda (1946) oder jene tiefe Tragik Harry Fabians (Richard Widmark) als Die Ratte von Soho (1950) – die Figuren sind heute zeitlose Charaktere einer Epik der Leinwand. Auch Heißes Eisen erweist sich als Film, der inmitten der McCarthy-Ära in den USA einen Paradigmenwechsel vorwegnimmt, der erst sechs, sieben Jahre später vollzogen werden sollte. Korrupt, verfilzt, brutalisiert und fast unmenschlich – so erweist sich das Dickicht aus Welt und Gegenwelt, darin Police Sergeant Dave Bannion sich gefangen sieht und gegen dessen Schläge er sich nur mit Gewalt zur Wehr zu setzen versteht: Auge um Auge, Zahn um Zahn!
 
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© Columbia Pictures Corporation
 
Härte und Kälte in Heißes Eisen erinnern in ihrer detailreichen Zeichnung an Alfred Hitchcock. Und tatsächlich ließen dessen Der falsche Mann (USA 1956) oder auch Elia Kazans Das Gesicht in der Menge (USA 1957) den Zuschauer mit einem ähnlichen Unbehagen im Kinosessel zurück. Für die Frühünfziger in den USA, also noch ganz und gar in der sogenannten McCarthy-Ära, ein neuer, unbekannter Ton, obwohl der Film Noir der Vierziger schon manches Tabu zum Einsturz zu bringen versucht hatte. Fritz Lang schuf mit Heißes Eisen einen Meilenstein der Filmgeschichte und das über den Film Noir hinaus – für manchen Kritiker und Cineasten ist es überhaupt der beste Film seiner 20 Jahre in den USA.
 
Die DVD von Sony Pictures Home Entertainment lässt nichts zu wünschen übrig: das Bild ist topp und es gibt wahlweise 5 Tonspuren, dazu 16 verschiedene Untertitel. Ein Muss!
 

Film Noir | 1953 | USA | Fritz Lang | Charles B. Lang | Glenn Ford | John Crawford | John Doucette | Lee Marvin | Dorothy Green | Gloria Grahame

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