Sprung in den Tod / Maschinenpistolen

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Bewertung
*****
Originaltitel
White Heat
Kategorie
Film Noir
Land
USA
Erscheinungsjahr
1949
Darsteller

James Cagney, Virginia Mayo, Edmond O'Brien, Steve Cochran, Margaret Wycherly

Regie
Raoul Walsh
Farbe
s/w
Laufzeit
96 min
Bildformat
Vollbild
 

 

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© Warner Bros.  © Atlas Film und Medien GmbH
 
Der brutale Cody Jarrett (James Gagney) überfällt mit seiner Gang einen Postzug. Dabei läuft nicht alles wie geplant und mehrere Leute kommen ums Leben. In einem abgelegenen Versteck wartet seine alte Mutter (Margaret Wycherly) auf ihren Schützling, der beizeiten von Anfällen heftiger Migräne attackiert wird. Sie und nicht Codys hübsche Frau Verna (Virginia Mayo) ist die einzige Person, der er vertraut. Doch geraten Cody und seine Mittäter bald ins Visier der Ermittler und werden in Los Angeles ausfindig gemacht. Um einer Mordanklage zu entgehen, stellt sich Cody der Polizei. Er gesteht einen Hotelraub, den er nicht verübte, jedoch damit als Alibi nutzen kann. Er wird zu einem Jahr Haft verurteilt, aber die Polizei mutmaßt, dass sein Geständnis gelogen war. Unter dem Namen Vic Pardo (Edmond O’Brien) schleust man einen Agenten ins Gefängnis. Er soll Jarrett ausspionieren und beweisen, dass jener für die Morde beim Zugüberfall verantwortlich ist. Indessen erklärt sich Big Ed Somers (Steve Cochran) zu Codys Nachfolger und beginnt ein Verhältnis mit Verna. Ed Somers erteilt dem Gefangenen Roy Parker (Paul Guilfoyle) den Auftrag, Cody Jarrett umzubringen. Dessen Mordversuch wird von Vic Pardo vereitelt, der damit Jarretts Vertrauen gewinnt…
 
Regisseur Raoul Walsh drehte mit Sprung in den Tod / Maschinenpistolen im Jahr 1949 seinen einzigen, waschechten Film Noir der klassischen Ära. Dafür gelang ihm gleich ein Klassiker, der vom Ensemble über die spannungsgeladene Dramaturgie bis zum schattenreichen Schwarzweiß alles richtig macht. Raoul Walsh war wie Michael Curtiz oder Robert Wise ein Routinier für jedes Genre, ob nun Melodram, Western, Komödie oder Musical! Dennoch hat er manchem der 138 - nein, ich habe mich nicht verzählt! - zwischen 1913 und 1964 von ihm gedrehten Streifen seinen Stempel aufgedrückt. Besonders dem Western verpflichtet, ging es bei ihm oft hart und düster zur Sache – Entscheidung in der Sierra (USA 1941) und Verfolgt / Späte Rache (USA 1947) sind Raoul-Walsh-Filme in unmittelbarer Nachbarschaft zu James Cagneys Comeback als fiesem und finsterem Gangster in Sprung in den Tod / Maschinenpistolen.
 
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© Warner Bros.
 
Der Film wird von James Cagney, damals bereits 50 Jahre alt, vollkommen beherrscht. Sein intensives Schauspiel sprengt manche Szene und enthebt die Handlung dem Herkömmlichen. Cagneys Cody Jarrett ist richtiggehend durchgeknallt – ein bedrohlicher Maniac, der vor nichts und niemandem zurück schreckt, um ans Ziel zu gelangen. Zugleich fasziniert der Charakter, ist er doch nie eindimensional auf seine latente Gewalttätigkeit reduziert. Entsprechend wirkt auch Edmond O’Briens Vic Pardo, ebenbürtig souverän in Szene gesetzt und als Staatsdiener ein falscher Fünfziger, durchaus zwiespältig. James Cagney hatte 1939 in Raoul Walshs Die wilden Zwanziger seinen letzten Gangster gegeben und danach 10 laue Jahre erlebt. Erst White Heat - so der wunderbare Originaltitel - brachte 1949 seine Karriere wieder auf die Spur. Er stand 1950 für Gordon Douglas' Film Noir Den Morgen wirst du nicht erleben schließlich endgültig ein letztes Mal als Gangster vor der Kamera und drehte 1957 einmalig als Regisseur mit dem späten Film Noir Mit dem Satan auf Du ein Remake von Die Narbenhand / Killer zu vermieten.
 
Exzellente DVD von Warner Brothers: deutsche und englische Tonspur, wahlweise 11 Untertitel und viele Extras, u.a. die Dokumentation Sprung in den Tod: Top of the World.
 

 

 

Film Noir | 1949 | USA | Raoul Walsh | Sidney Hickox | Edmond O'Brien | Fred Clark | James Cagney | John Archer | Steve Cochran | Virginia Mayo

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