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Bewertung
*****
Originaltitel
Night Moves
Kategorie
Neo Noir
Land
USA
Erscheinungsjahr
1975
Darsteller

Gene Hackmann, Susan Clark, Jennifer Warren, Edward Binns, Melanie Griffith

Regie
Arthur Penn
Farbe
Farbe
Laufzeit
96 min
Bildformat
Widescreen
 

 

 Die heiße Spur-Poster-web3.jpg  Die heiße Spur-Poster-web2.jpg Die heiße Spur-Poster-web4.jpg Die heiße Spur-Poster-web1.jpg
© Warner Bros.
 
In jungen Jahren war Harry Moseby (Gene Hackman) Footballspieler, danach wurde er Privatdetektiv – für ihn ein Job wie viele andere. Eines Nachts findet er heraus, dass seine Frau Ellen (Susan Clark) ihn betrügt. Er stellt sie zur Rede und es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzung. Zeitgleich beauftragt ihn die abgetakelte Schauspielerin Arlene Iverson (Janet Ward), ihre 16jährige Tochter Delly (Melanie Griffith) zu finden, die ihre Mutter verachtet. Bei Nachforschungen stößt Harry auf den Mechaniker Quentin (James Woods), der scheinbar in Delly verliebt ist. Quentin sah Delly zuletzt bei Filmaufnahmen in New Mexico. Harry erfährt, dass Marv Ellman (Anthony Costello), ein Stuntman, sowohl mit Delly als auch mit Arlene eine Affäre hatte. Er reist nach Florida und sucht Delly bei ihrem Stiefvater Tom Iverson (John Crawford). Aber Tom, ein Pilot, ist unterwegs, und Harry trifft bloß auf dessen Lebensgefährtin Paula (Jennifer Warren). Paula verschweigt Harry nicht, dass Delly sich bei Tom aufhält. Sie scheint auf ihre stille Weise an dem Privatdetektiv Gefallen zu finden und verführt ihn. Bei einer Bootsfahrt entdecken Harry, Delly und Paula das Wrack eines Flugzeugs, in dem eine Leiche sitzt…
 
In Filmkritiken und in Blogs liest man zu Die heiße Spur noch heute gern: „Ein toller Film. Aber nicht für jedermann.“ Wie auf kaum einen anderen Neo Noir trifft das auf Die heiße Spur zu – Alan J. Pakulas Zeuge einer Verschwörung (USA 1974) ausgenommen. Arthur Penns Film ist gewissermaßen schon auch fies. Was sich wie eine typische Detektivgeschichte liest, ist die Studie einer bis über die Grenzen der Paranoia von Entfremdung zerfressenen, korrupten Gesellschaft. Harry Moseby, der mittelmäßige Detektiv und selbst am eigenen Leben ohne echte Leidenschaft Beteiligte, gerät in ihre Mühlen, als er es mit einem Auftrag einen Tick zu genau nimmt. Post Watergate in der Nachbarschaft von Alan J. Pakula und Francis Ford Coppolas Der Dialog  (USA 1974) angesiedelt, kreiert der im sonnigen Kalifornien und im sonnigen Florida aufgenommene Die heiße Spur ohne Effekthascherei eine Atmosphäre höchster Beklemmung – Neo Noir in Reinkultur!
 

"Harry, (as brilliantly played by Hackman, who performed much the same kind of part in The Conversation) is a significant extension of the tight-lipped private eye impersonated by Bogart“, schreibt Foster Hirsch in seinem Buch The Dark Side of the Screen: Film Noir (1981) zum Privatdetektiv in Arthur Penns Die heiße Spur. Sein Regisseur galt 1975 längst als ein Wegbereiter des New Hollywood - dank Filmen wie Licht im Dunkel (USA 1962) oder Bonnie und Clyde (USA 1967), ihrerseits Meilensteine der Sechziger. Dennoch war seinen Werken zunehmend weniger Erfolg beschieden, auch dem ganz dezidiert unromantischen Die heiße Spur. Neben einem Skript, das seinem Protagonisten Harry Moseby wie den Kinobesuchern keinen Grund zum Wohlfühlen gibt, überzeugen Susan Clark und der begnadete Gene Hackman mit ihren darstellerischen Leistungen. Für Liebhaber des Kinos der Siebziger und solche des Neo Noirs ist Die heiße Spur genau die richtige Wahl. Denn in ihrem Kanon ist dieser Film nichts weniger als ein Klassiker.

 
Die spartanische deutsche DVD-Edition (2007) von Warner Brothers bringt alles, was man braucht, nämlich ein topp restauriertes Bild in original Widescreen 1.78:1, wahlweise die deutsche oder die englische Tonspur, dazu deutsche Untertitel. Überaus empfehlenswert!
 

Neo Noir | 1975 | USA | Arthur Penn | Edward Binns | Gene Hackman | Harris Yulin | James Woods | John Crawford | Melanie Griffith | Susan Clark

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