Bonnie und Clyde

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Bewertung
*****
Originaltitel
Bonnie und Clyde
Kategorie
Neo Noir
Land
USA
Erscheinungsjahr
1967
Darsteller

Warren Beatty, Faye Dunaway, Gene Hackman, Michael J. Pollard, Estelle Parsons

Regie
Arthur Penn
Farbe
Farbe
Laufzeit
107 min
Bildformat
Widescreen
 

 

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© Warner Bros.
 
Die Texaner Bonnie Parker (Faye Dunaway) und Clyde Barrow (Warren Beatty) lernen sich fast zufällig kennen. Aber im Nu  beschließen sie, als Gangster gemeinsam Karriere zu machen. Sie stehlen ein Auto und überfallen eine Bank. Dummerweise hat diese jedoch gar kein Geld. So berauben sie einen Lebensmittelladen und der nächste Banküberfall ist dann auch wirklich erfolgreich. Dabei erschießt Clyde allerdings einen Verfolger. Ab jetzt gibt es kein Zurück mehr. Clydes Bruder Buck (Gene Hackman) und seine Frau Blanche (Estelle Parsons) schließen sich ihnen an. Gemeinsam führen sie einen weiteren Banküberfall aus und fliehen vor dem Zugriff der Polizei...
 
Was ist an dieser abenteuerlichen Geschichte des Gangsterpaares im amerikanischen Südwesten des Jahres 1934 ein Film Noir? Antwort: seine bitterböse sarkastische und zugleich tragische Inszenierung durch den brillanten Regisseur Arthur Penn. Dessen Bonnie und Clyde ist alles, nur kein nostalgisch-historischer Gangsterfilm. Im Gegenteil! Trotz seiner Bezugnahme auf die Pre-Noir-Filme der Dreißiger wie etwa Fritz Langs Gehetzt / Du lebst nur einmal (USA 1937) ist dieses Meisterstück durch und durch der Enttabuisierung des US-Kinos Mitte der Sechziger zuzurechnen. Der Filmjournalist Paul Werner hat das auch mit Blick auf dessen Film-Noir-Einflüsse in seinem Buch Film Noir und Neo-Noir (2000) klar herausgearbeitet, denn nach seiner Ansicht "verschmolz Arthur Penn die Film-noir-Klassiker Gun Crazy (1950) und They Live By Night (1948) zu dem ultimativen Kult-Film über das Gangsterpärchen auf der Flucht (...)" Das seinerzeit heiß diskutierte Ende von Bonnie und Clyde hat bis heute nichts von seiner Dramatik und Härte eingebüßt.
 
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© Warner Bros.
 
Neben John Boormans Point Blank – keiner darf überleben (USA 1967) und Richard Brooks Kaltblütig (USA 1967) steht Bonnie und Clyde ebenso für die Wiederaufnahme des Film Noirs als auch für den Beginn dessen, was ab 1970/71 unter dem Begriff New Hollywood firmierte und Regisseure wie William Friedkin, Martin Scorsese und Peter Bogdanovich nach oben brachte. Arthur Penn arbeitete Jahre später erneut auch mit Gene Hackman zusammen und zwar in Die heiße Spur (USA 1975), einem jener so dezidiert nihilistischten Neo Noirs der 70er Jahre.
 
Exzellente BD und DVD-Editionen von Warner Brothers, die seit 1998 zahllose Neueditionen gesehen hat und den Film dabei stets ungekürzt in sauber restaurierter Bildqualität, im Originalformat und ungekürzt mit mehreren Tonspuren und zahllosen Untertiteln bringt. Ohne Zweifel ein ganz großer Klassiker, der sich in dieser Bild- und Tonqualität ganz unbedingt lohnt.
 

Neo Noir | 1967 | USA | Arthur Penn | Robert Towne | Burnett Guffey | Gene Hackman | Warren Beatty | Faye Dunaway

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