Tote schlafen fest

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Bewertung
****
Originaltitel
The Big Sleep
Kategorie
Film Noir
Land
USA
Erscheinungsjahr
1946
Darsteller

Humphrey Bogart, Lauren Bacall, Martha Vickers, Dorothy Malone, Elisha Cook jr.

Regie
Howard Hawks
Farbe
s/w
Laufzeit
110 min
Bildformat
Vollbild

 


 

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© Atlas Film und Medien GmbH   © Warner Bros.
 
Der verwitwete und gelähmte General Sternwood (Charles Waldron) wird wegen der Spielschulden seiner Tochter Carmen (Martha Vickers) von dem Buchhändler Arthur Gwynn Geiger (Theodore von Eltz) kontaktiert. Da die Sache nach Erpressung riecht, beauftragt Sternwood den Privatdetektiv Philip Marlowe (Humphrey Bogart), um die in schlechte Gesellschaft geratene Carmen im Auge zu behalten und weiteren Schaden für die Familie abzuwenden. Zudem ist Sean Regan, ehemals ein Angestellter der Sternwoods, den auch Marlowe kennt, seit einem Monat verschwunden. Vivian Rutledge (Lauren Bacall), die ältere Tochter Sternwoods, nach der Trennung von ihrem Mann beim Vater lebend, scheint mehr zu wissen, als sie preisgibt. Ihre Schwester Carmen ist drogenabhängig und einen Großteil ihrer Zeit unzurechnungsfähig. Weitere Nachforschungen führen Philip Marlowe bald in ein Dickicht von Verbrechen. Als er über Vivian in einem Spielcasino mit dem Gangster Eddie Mars (John Ridgely) in Kontakt kommt, hetzt jener dem Schnüffler seine Schläger auf den Hals, die Marlowe auf offener Straße zusammen schlagen. Ein Mann namens Harry Jones (Elisha Cook jr.) hilft ihm auf die Beine. Er hat dem Detektiv etwas Wichtiges mitzuteilen…
 
Tote schlafen fest drehte Howard Hawks nach einem Roman Raymond Chandlers. Neben John Hustons Die Spur des Falken / Der Malteser Falke (1941) gilt der Film als beispielhaft für einen Klassiker der Schwarzen Serie. In der Fortsetzung ihres Erfolgs Haben und Nichthaben (USA 1944, auch von Howard Hawks nach Ernest Hemingway) erneut mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall besetzt und nach Mord, mein Liebling  (1944) mit Dick Powell als Philip Marlowe hatte man mit der A-Produktion bei Warner Brothers den Kassenerfolg im Auge. Der Film wurde zwischen Oktober 1944 und Januar 1945 gedreht, erschien aber erst 1946, da man noch einige Kriegsfilme in die Kinos bringen wollte. Als Lauren Bacall für ihr Schauspiel im Propagandafilm Jagd im Nebel (USA 1945) rundum miserable Kritiken erhielt, wurden ein Jahr nach Drehschluss, nämlich im Januar 1946 mit ihr und Bogart mehrere Szenen nachgedreht, die ihre Chemie aus Haben und Nichthaben wiederholen helfen sollten.
 
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© Atlas Film und Medien GmbH
 
Howard Hawks war ein Erfolgsregisseur – ein Steven Spielberg seiner Zeit. Hawks’ Filme sind technisch brillant und inhaltlich konventionell, im Zweifelsfall seelenlos. Sein einziger Film Noir ist eine Studie des Stils, ein distanzierter Blick auf eine Welt, die Hawks nie betrat – und das merkt man dem dramaturgisch fehlerfreien Film an. Im Gegensatz zu Fritz Lang, Otto Preminger oder Robert Siodmak fehlt jene persönliche Note, die das Risiko zu scheitern einbezieht. Dennoch hat der Film Klasse und Stil. Am Drehbuch war u.a. William Faulkner beteiligt, der mit Hollywood und mit Howard Hawks nicht klarkam. Im Roman und im Film gibt es einen Mord, der unaufgeklärt bleibt und den auf Rückfrage auch Raymond Chandler nicht zuordnen konnte.
 
Die DVD von Warner Brothers bringt den Klassiker in technisch erstklassiger Ausstattung: englische und deutsche Tonspur, ungekürzt im Originalformat, haufenweise Untertitel, einige Extras. In jedem Fall lohnenswert.
 

Film Noir | 1946 | USA | Howard Hawks | Raymond Chandler | Sidney Hickox | Elisha Cook jr. | Humphrey Bogart | Regis Toomey | Dorothy Malone | Lauren Bacall | Martha Vickers | Peggy Knudsen

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