Teuflischen, Die

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Bewertung
*****
Originaltitel
Les diaboliques
Kategorie
Film Noir
Land
FRA
Erscheinungsjahr
1955
Darsteller

Simone Signoret, Véra Clouzot, Paul Meurisse, Charles Vanel, Michel Serrault

Regie
Henri-Georges Clouzot
Farbe
s/w
Laufzeit
112 min
Bildformat
Vollbild
 

 

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Michel Delasalle (Paul Meurisse) ist Leiter eines Internats in der französischen Provinz. Finanziert wird das Institut von seiner herzkranken Frau Christine (Véra Clouzot), die der selbst mittellose Delasalle nicht zuletzt mit dem Ziel eines Direktorats heiratete. Die unsichere Christine leidet unter dem autoritären, unbarmherzigen Michel, der sie durch eine schamlos unverhüllte Affäre mit der Lehrerin Nicole Horner (Simone Signoret) bis aufs Blut quält. Ob Schüler, Lehrerschaft oder seine Frauen – alle hassen ihren Peiniger, kommen aber nicht von ihm los. Als eine Ferienzeit ins Haus steht, bringt ausgerechnet Nicole die willensschwache Véra auf eine Idee. Für alle wäre das Leben leichter und um vieles lebenswerter, wenn es Michel Delasalle nicht mehr gäbe. Véra ist zugleich schockiert und fasziniert von dem Gedanken, sich ihres Ehemanns, dessen Demütigungen sie kaum mehr ertragen kann, zu entledigen. Als der Leidensdruck sich durch neue Quälereien Michels zuspitzt, schließt sie mit Nicole einen Pakt. Diese hat bereits vorgeplant. Und so beginnen die beiden, einen raffinierten Plan in die Tat umzusetzen…
 
Henri-Georges Clouzots Die Teuflischen gilt weit über den Film Noir hinaus als ein Klassiker des Psychothrillers und einer der großen französischen Filme der Fünfziger. Beides trifft zu! Noch viele Jahrzehnte nach seiner Entstehung ist das Wiedersehen mit diesem Meilenstein ein Hochgenuss. Präzise wie ein Uhrwerk, mit einer geradezu diabolischen Exaktheit und einem unfehlbaren Gespür für Dramaturgie, hat Clouzot den Film in Szene gesetzt. Keine Szene, keine Einstellung, kein Halbsatz ist verschenkt. Und doch kommt keine Sekunde der Eindruck der falschen Geschwindigkeit, des Gehetztwerdens auf, der im heutigen Kino gang und gäbe ist. In Sachen Spannung ist die Taktung dieses französischen Klassikers für seine Zuschauer geradezu eine Folter. Insofern wurde die Meisterschaft Clouzots bei diesem Werk gern mit seinem Counterpart in Übersee verglichen – mit Alfred Hitchcock nämlich, dessen englische und US-amerikanische Thriller ebenso bis ins Detail durchdacht funktionierten.
 
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© Concorde Home Entertainment GmbH
 
Erstklassige Darsteller, - mit einer umwerfenden Véra Clouzot, Ehefrau des Regisseurs selbst, in der Rolle der Christine Delassale – dazu ein wunderbares Schwarzweiß, das sich aller stilistischen Tricks und Techniken versiert zu bedienen weiß, exquisite Schauplätze und Verwicklungen im Aufbau der Erzählung: hier stimmt einfach alles, so dass noch die Filmbewertungsstelle Wiesbaden dem zunehmend schockierenden Thriller das Prädikat wertvoll ausstellte. Im Kanon des französischen Filmschaffens etablierte sich Henri-Georges Clouzot, der mit Der Rabe (1943) und Unter falschem Verdacht (1947) dem europäischen Film Noir den Weg wies, damit als ein unvergleichlicher Großmeister der Filmregie.
 
Exzellente deutsche DVD in der Classic Selection von Concorde Home Entertainment – bildtechnisch topp restaurierte, ungekürzte Fassung im Originalformat mit deutschem oder französischem Ton inklusive deutscher Untertitel, allerdings ohne Extras. Definitiv ein Muss!
 

 

Film Noir | 1955 | France | Henri-Georges Clouzot | Pierre Boileau | Thomas Narcejac | Armand Thirard | Johnny Hallyday | Michel Serrault | Noël Roquevert | Paul Meurisse | Pierre Larquey | Robert Dalban | Simone Signoret

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