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gläserne Schlüssel, Der

Bewertung:
Originaltitel: 
The Glass Key
Land: 
USA
Erscheinungsjahr: 
1942
Darsteller: 
Brian Donlevy, Veronica Lake, Alan Ladd, William Bendix, Bonita Granville
Regie: 
Stuart Heisler
Farbe: 
s/w
Laufzeit: 
81 min
Bildformat: 
Vollbild
 

 

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© Paramount Pictures Corporation
 
Der Politiker Paul Madvig (Brian Donlevy) ist so korrupt wie erfolgreich. Wahlergebnisse werden von ihm grundsätzlich gekauft und in Baltimore halten er und seine rechte Hand Ned Beaumont (Alan Ladd) die Zügel in der Hand. Aber er beabsichtigt, Janet Henry (Veronica Lake) zu heiraten, Tochter des angesehenen Senators Ralph Henry (Moroni Olsen), dem Paul Madvig deshalb bei der bevor stehenden Wahl den Rücken stärkt. Zugleich ist Janets Bruder Taylor (Richard Denning), ein leichtlebiger Spieler, der Freund von Madvigs Schwester Opal (Bonita Granville), was Paul Madvig nicht behagt. Er gerät ihretwegen mit Taylor in einen Streit. Kurz darauf wird letzterer auf offener Straße ermordet aufgefunden. Der Gangster Nick Vama (Joseph Calleia), dem Madvig zugunsten von Ralph Henry die kalte Schulter zeigte, nutzt die Gelegenheit, um den Widersacher mit der Macht seiner eigenen Tageszeitung als Verdächtigen anzuprangern. Ned Beaumont wittert eine Intrige. Doch als er seinen Chef Madvig aufgrund dessen Liebe zu Janet Henry auf seine Halbherzigkeit als Politiker anspricht, kommt es zum Bruch…
 
Der gläserne Schlüssel zeigt eine gesellschaftliche Klasse zutiefst korrupter, durchweg amoralischer und einzig auf ihren Vorteil bedachter Männer. Der Senator will seine Wiederwahl durchsetzen. Der Polizeipräsident möchte unabhängig vom Wahlausgang im Sattel bleiben. Und die Nachtclubbesitzer, Geschäftsleute und Gangster ringen einzig um ihre Privilegien. Das war die Welt von Dashiell Hammett, dessen hardboiled fiction den Kriminalroman neu erfand. Jener wurde mit Die Spur des Falken / Der Malteser Falke (1941) und mit Der gläserne Schlüssel zur Welt des Film Noirs. Beide Dashiell-Hammett-Romane waren bereits in den dreißiger Jahren verfilmt worden. Doch erst die Remakes von John Huston und Stuart Heisler brachten das Potential der Bücher zum Tragen.
 
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© Paramount Pictures Corporation
 
Stuart Heislers Film machte Alan Ladd und Veronica Lake - nach Frank Tuttles Die Narbenhand / Killer zu vermieten aus dem gleichen Jahr ihre zweite Zusammenarbeit - endgültig zu Ikonen des Film Noirs. Eine teils bittere und teils überraschend brutale Geschichte mit Sequenzen, die ihrer Zeit weit voraus wirken, wurde in stilbildendem Schwarzweiß auf die Leinwand gebracht. Das für Hollywood typische Ende kann dem Film im Ganzen kaum etwas anhaben – der Eindruck der Härte verblasst nicht. Der gläserne Schlüssel von Stuart Heisler inspirierte Akira Kurosawa zu Yojimbo - der Leibwächter (Japan 1961). Curtis Hanson brachte 1997 mit L.A. Confidential diesem Film Noir seine Referenz, vor allem via Kim Basinger mit ihrer Hommage an Veronica Lake als Prototyp des bad good girl für den Film Noir der klassischen Ära.
 
Die englische DVD-Ausgabe von Universal Pictures zeigt den Film in einer ungekürzten, topp restaurierten Version im Originalformat mit englischem Ton und mit optional englischen Untertiteln.
 

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