Köder für die Bestie, Ein

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Bewertung
*****
Originaltitel
Cape Fear
Kategorie
Post Noir
Land
USA
Erscheinungsjahr
1962
Darsteller

Gregory Peck, Robert Mitchum, Polly Bergen, Martin Balsam, Telly Savalas

Regie
J. Lee Thompson
Farbe
s/w
Laufzeit
102 min
Bildformat
Widescreen
 

 

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© Universal Pictures
 
Der angesehene Rechtsanwalt Sam Bowden (Gregory Peck) lebt mit seiner Frau Peggy (Polly Bergen) und seiner Tochter Nancy (Lori Martin), einem Teenager, in einer Kleinstadt Floridas. Eines Tages taucht Max Cady (Robert Mitchum) vor dem Gericht auf, den Bowden vor acht Jahren wegen Vergewaltigung eines Mädchens hinter Gitter brachte und der nun auf freiem Fuß ist. Er beginnt damit, Sam Bowden und seine Familie zu penetrieren - bis gar deren Hund im Garten an Gift verendet. Bowden versucht, sich zur Wehr zu setzen, doch Max Cady kennt seine Rechte und verhält sich geschickt. Nicht einmal der Polizeichef des Ortes, der mit Sam Bowden befreundete Mark Dutton (Martin Balsam), kann ihm helfen. Der Anwalt heuert den Privatdetektiv Charlie Sievers (Telly Savalas) an. Als die junge Diane Taylor (Barrie Chase) vergewaltigt und brutal misshandelt wird, können weder Bowden noch Sievers die traumatisierte Frau zu einer Aussage gegen Max Cady bewegen. In seiner Verzweiflung organisiert Bowden einen Schlägertrupp, um den Widersacher aus der Stadt zu vertreiben. Doch der von tiefen Rachegelüsten getriebene Cady erweist sich als weit skrupelloser und härter, als Bowden und seine Freunde das bislang vermuteten…
 
Im Jahr 1960 läutete Alfred Hitchcocks in Schwarzweiß gedrehter Film-Noir-Thriller Psycho (USA 1960) mit der Darstellung von Gewalt und Obsession ein neues Filmzeitalter ein. Bis heute rangiert er für viele in der Kategorie Horror und war seinerzeit in Deutschland ab 18 Jahren freigegeben - inzwischen ab 12. Im Übrigen zog er das Schlagwort vom Psychothriller nach sich. Das ist auch Ein Köder für die Bestie, der im gleichen Jahr wie Blake Edwards' Der letzte Zug (USA 1962) erschien und mit Max Cady einen Verbrecher präsentiert, der in Anlehnung an die Film-Noir-Tradition hochgradig pathologisch agiert. Robert Mitchum bringt in der Verfilmung des Romans The Executioners von John D. MacDonald eine der besten Leistungen seiner  Karriere und Gregory Peck erweist sich als ebenbürtig souverän.
 
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© Universal Pictures
 
Der britische Regisseur J. Lee Thompson hatte bereits bei Die Kanonen von Navarone (USA 1961) mit Gregory Peck zusammen gearbeitet. In den Fünfzigern hatte er sich als Maestro des Schwarzweißkinos erwiesen, u.a. in dem noch stark vom Film-Noir-Stil geprägten Tiger-Bay (UK 1959) mit Horst Buchholz und Hailey Mills. In Ein Köder für die Bestie wimmelt es in der Kleinstadt der Bowdens von harten Schatten, die sich an allen Ecken und Enden über die Familie legen. Der Film wechselt am helllichten Tag aus der harmlosen Idylle in die Korridore und Gänge der Schule von Tochter Nancy, wo plötzlich Leere, Zwielicht und nur mehr das Geräusch von Schritten zu hören ist, die unerbittlich näher kommen. 1991 erschien Martin Scorseses drastisches und dennoch eindeutig schwächeres Remake als Kap der Angst mit Robert De Niro als Max Cady und Nick Nolte als Sam Bowden. Gregory Peck, Robert Mitchum und Martin Balsam übernahmen darin kleine Nebenrollen.
 
Die deutsche und die englische BD (2011) bzw. auch DVD (2004) von Universal Pictures bieten wahlweise  die deutsche, englische, französische, italienische oder spanische Tonspur, dazu jede Menge Untertitel, ein topp restauriertes Bild und viele Extras, darunter auch ein informatives The Making of the 1962 Cape Fear. Für den Film-Noir-Freund ein Muss!
 

Post Noir | 1962 | USA | J. Lee Thompson | John D. MacDonald | Sam Leavitt | Gregory Peck | Robert Mitchum | Will Wright | Polly Bergen

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