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zur Film Noir Foundation

 

blaue Dahlie, Die

Bewertung:
Originaltitel: 
The Blue Dahlia
Land: 
USA
Erscheinungsjahr: 
1946
Darsteller: 
Alan Ladd, Veronica Lake, William Bendix, Doris Dowling, Howard da Silva
Regie: 
George Marshall
Farbe: 
s/w
Laufzeit: 
95 min
Bildformat: 
Vollbild
 

 

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© Paramount Pictures
 

Mit seinen Freunden George (Hugh Beaumont) und Buzz (William Bendix) versucht der gerade erst aus dem Krieg heimgekehrte Johnny Morrison (Alan Ladd), den Mörder seiner Frau (Doris Dowling), der Schauspielerin Helen Morrison, zu finden. Unverhofft erhält er dabei Unterstützung von Joyce Harwood (Veronical Lake). Sie ist selbst die Ehefrau des Nachtclubbesitzers Eddie (Howard Da Silva). Ausgerechnet der hatte jedoch mit Johnnys Frau eine Affäre gehabt. Und somit hatte Johnny selbst für die Polizei mehr als nur ein Motiv, sich seiner Helen zu entledigen. Am Abend seiner Heimkehr aus dem Krieg hatte sie ihren George nämlich keinesfalls mit offenen Armen empfangen…

Ein Klassiker des Film Noirs, der im Jahr 1946 neben Gilda, Rächer der Unterwelt / Die Killer und Im Netz der Leidenschaften / Die Rechnung ohne den Wirt die klassische Periode des Film Noirs (1946 bis 1949) mit einläutete. Nach einem Drehbuch von Raymond Chandler blieb dies leider der letzte gemeinsame Auftritt von Veronica Lake und Alan Ladd in einem Film Noir. Zuvor hatten die beiden bereits in Der gläserne Schlüssel und Die Narbenhand / Killer zu vermieten (jeweils USA 1942) gemeinsam brilliert. 1948 traten sie in dem Abenteuerfilm Schmuggler von Saigon ein letztes Mal gemeinsam auf, erreichten aber in Technicolor längst nicht mehr die Klasse ihrer Film Noirs, und so ist dieser Film heute vergessen.

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© Koch Media GmbH
 
Die blaue Dahlie zeichnet alles aus, was man von einer Raymond-Chandler-Verfilmung jener Jahre erwarten kann: pfeilschnelle, bissige Dialoge, expressionistisch ausgeleuchtetes Schwarzweiß und doppelbödige Charaktere mit dubioser Vergangenheit. Auf den zweiten Blick ist nichts und niemand, was sie oder was er eingangs zu sein schien. Einzig das Ende enttäuscht, da es sich ganz der Aufklärung des Kriminalfalls hingibt und das Vorherige damit zu Teilen in einen Rahmen des Konventionellen hebt. Jules Dassin oder John Huston, denkt sich der Zuschauer, wäre das nicht passiert.
 
Die deutsche DVD-Edition der Koch Media GmbH ist die erste Ausgabe einer inzwischen neun Filme umfassenden Film Noir Collection. Im Digipack aus Hartkarton mit eingeklebtem Booklet, das Filmfotos und einen Essay zum Film selbst enthält, ist diese Ausgabe auch mit Blick auf die technisch einwandfreie Darbietung, inklusive Untertitel und Originalton, exquisit gestaltet. Rundum zu empfehlen!
 

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