Chicago – Engel mit schmutzigen Gesichtern

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Bewertung
****
Originaltitel
Angels with Dirty Faces
Kategorie
Pre Noir
Land
USA
Erscheinungsjahr
1938
Darsteller

James Cagney, Pat O'Brien, Humphrey Bogart, Ann Sheridan, The Dead End Kids

Regie
Michael Curtiz
Farbe
s/w
Laufzeit
93 min
Bildformat
Vollbild
 

 

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© Warner Bros.
 
Rocky Sullivan (James Cagney) ist ein Ganove mit Charme und mit Charisma. Nach der Entlassung aus einer längeren Haft kehrt er in die Gegend Chicagos zurück, in der er einst aufgewachsen ist. Er trifft auf seinen Jugendfreund, den Pater Jerry Conolly (Pat O´Brien), der in der Sozial- und Jugendarbeit aktiv ist. Über ihn lernt er die junge Sozialarbeiterin Laury Ferguson (Ann Sheridan) kennen. Schon bald wird Rocky zum Idol einer Jugendbande (Dead End Kids), was Pater Connolly gehörig gegen den Strich geht. Als Rocky sich durch die Machenschaften des Anwalts James Fraziers (Humphrey Bogart) betrogen findet, beschließt er kurzerhand, Rache zu nehmen…
 
Flotter Erzählrhythmus, erstklassige Schauspieler, ein gutes Skript und eine sichere Hand der Regie via Michael Curtiz machen Chicago - Engel mit schmutzigen Gesichtern zu einem kurzweiligen, spannenden Spielfilm. Allerdings ist er ganz dem Gangsterdrama der 30er verpflichtet und zeigt stilistisch wenig Wendung zum Film Noir, der zu dem Zeitpunkt schon naher heran war. Das Viertel Chicagos, als sozialer Brennpunkt dargestellt, erscheint tough – nicht unbedingt düster. Die Verbrecher sind raue Gesellen – aber in sich ungebrochene Bewohner ihrer Gegenwelt. Ann Sheridan und Pat O’Brien verkörpern reine Lichtgestalten, die Gutes nicht nur wollen sondern tun, etc. pp.
 
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© Warner Bros.
 
Demgegenüber ist Cagneys Rocky Sullivan vielschichtig angelegt und im Fatalismus, der mit der Entwicklung der Handlung korrespondiert, am ehesten ein Film-Noir-Typus. In einer Welt, wo Anwälte à la Fraziers (Humphrey Bogart) sich mit korrupten Mächtigen vernetzen, ist für den einfachen Outlaw seiner Art kein Platz. Rocky Sullivan und seine bodenständige Moral lassen ihn auf dem Parkett der Strippenzieher scheitern. Dem Jugendfreund Pater Connolly (Pat O’Brien) bleibt nichts übrig, als die Scherben aufzukehren. Das tut er recht moralinsauer und damit der Zeit der Filmentstehung angemessen. Mit den Dead End Kids bietet der Film eine einmalige Kuriosität Hollywoods  – diese Gruppe Laiendarsteller war seit William Wylers Sackgasse (USA 1937) auf jugendliche Outlaws abonniert und blieb es noch bis in die Mittvierziger.
 
Die DVD von Warner Brothers lässt keine Wünsche offen: sauber restauriertes, für seine Zeit gutes Bild im Originalformat, Tonspuren auf Deutsch, Spanisch und original Englisch, Untertitel in 14 Sprachen und haufenweise Bonusmaterial.
 

 

Pre Noir | 1938 | USA | Michael Curtiz | Billy Halop | George Bancroft | Humphrey Bogart | James Cagney | Pat O’Brien | The Dead End Kids | Ann Sheridan

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