Branded to Kill

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Bewertung
****
Originaltitel
Koroshi no rakuin
Kategorie
Neo Noir
Land
JPN
Erscheinungsjahr
1967
Darsteller

Jo Shishido, Mariko Ogawa, Mari Annu, Koji Nambara, Isao Tamagawa

Regie
Seijun Suzuki
Farbe
s/w
Laufzeit
87 min
Bildformat
Widescreen
 

 

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 © Rapid Eye Movies
 
Hanada (Jo Shishido) ist der Killer Nr. 3 der japanischen Yakuza. Darüber hinaus liebt er seine Frau (Mariko Ogawa) und hat eine Obsession für den Duft von gegartem Reis. Sein Glück wendet sich, als er die mysteriöse Misako (Mari Annu) trifft, in die er sich Hals über Kopf verliebt. Sie ist eine todesverachtende Frau, die ihn mit einer besonders schwierigen Mission beauftragt. Aber durch einen Zufall überlebt sein Opfer. Hanada hat sein Leben damit verwirkt und wird von seinem Syndikat gejagt, das sogar seine verzweifelte Frau auf ihn ansetzt. Schließlich wird er zum Ziel des Killers Nr. 1 (Koji Nambara), der ihn zu einem Zweikampf auf Leben und Tod herausfordert…
 
 Wer diese Inhaltsanghabe liest, mag sich kaum an den Film Noir erinnert finden und solche japanische Perle im Vorhinein als typische Gangsterposse der Sechziger abschreiben. Das ist sie aber ganz und gar nicht. Seijun Suzukis Branded To Kill bewegt sich im Fahrwasser des Post Noirs von Jean Pierre Melville und braucht stilistisch sogar den Vergleich mit der Nouvelle Vague nicht zu scheuen. Näher am europäischen Kino als an dem der USA bringt der innovative Schwarzweißfilm eine Experimentier- und Stilfreude aufs Zelluloid, wie sie derart nur in den Sechzigern möglich war.
 
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© Rapid Eye Movies
 
Seiner Zeit weit voraus machte sich Suzuki jedoch damit in Japan keine Freunde. Nachdem er bereits mit den kontrovers aufgenommenen Filmen Tokyo Drifter (JPN 1965) und The Fighting Elegy (JPN 1966) den Unwillen der Studiobosse auf sich gezogen hatte, war Branded To Kill endgültig zuviel des Guten. Der Routinier Seijun Suzuki wurde vom Studio Nikkatsu, wo er seit Jahr und Tag unter Vertrag war, kurzerhand gefeuert. Viele seiner Filme erleben erst heutigentags eine viel beachtete und berechtigte Renaissance. Der US-Kultregisseur Jim Jarmusch hat für seinen eigenen, mit zenbuddhistischen Motiven spielenden Noir-Krimi Ghost Dog - Der Weg des Samurai (FRA/GER/USA/JPN 1999) mehrere Einstellungen aus Branded To Kill dezidiert entliehen. Heute ist der frühe japanishe Neo Noir nicht nur ein Kuriosum seiner Zeit sondern ein verblüffend stilsicherer und zukunftsweisender Thriller jener weltweit so innovativen Sechziger.
 
Die von Rapid Eye Movies in Deutschland editierte DVD-Edition (2006) wird dem Anspruch mehr als gerecht: exzellente Bild- und Tonqualität, deutsche Untertitel, dazu eine opulente Ausstattung inkl. Poster/Postkarten und informatives Bonusmaterial. Besser geht es nicht!
 

Neo Noir | 1967 | International | Seijun Suzuki | Jô Shishido | Mariko Ogawa

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