Bis zum bitteren Ende

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Bewertung
*****
Originaltitel
Cutter’s Way / Cutter And Bone
Kategorie
Neo Noir
Land
USA
Erscheinungsjahr
1981
Darsteller

Jeff Bridges, John Heard, Lisa Eichhorn, Stephen Elliott, Nina van Pallandt

Regie
Ivan Passer
Farbe
Farbe
Laufzeit
91 min
Bildformat
Widescreen
 

 

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© Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.
 
Richard Bone (Jeff Bridges) unternimmt Segeltörns mit den Reichen und Schönen Santa Barbaras und verdingt sich nebenbei als Callboy. In einer regnerischen Nacht lässt ihn sein altes Auto im Stich und er muss es in einer Gasse stehenlassen. Dabei bemerkt er hinter sich eine Limousine und einen Mann, der eine schwere Last in eine Mülltonne entsorgt. Am nächsten Morgen wird dort die Leiche eines jungen Mädchens entdeckt. Richard Bones Freund Alex Cutter (John Heard), mit dem er auch zusammen wohnt, verlor im Vietnamkrieg ein Auge, einen Arm und ein Bein. Als ein lautstarker Zyniker und exzessiver Trinker ist er besonders für seine Frau Maureen (Lisa Eichhorn) oft eine Last. Durch einen Zufall kann Bone bei einer Parade den Fahrer der Limousine und mutmaßlichen Mörder als den stadtbekannten Großunternehmer J.J. Cord (Stephen Elliott) identifizieren. Mithilfe Valerie Durans (Ann Dusenberg), der Schwester der Ermordeten, setzt der sogleich von einer Verschwörung besessene Alex Cutter alles daran, den Mörder eigenständig zu überführen. Als Tatzeuge sieht sich Richard Bone jedoch gefährdet und Maureen hält das Vorhaben eh für irrsinnig. Doch für eine Umkehr ist es bereits zu spät…
 
Bis zum bitteren Ende ist ein zu Unrecht fast vergessener Meilenstein des Neo Noirs. Er entstand in einer Zeit, da Krieg der Sterne (1977) und E.T. (1978) Hollywood via Special Effects in eine neue Ära katapultiert hatten. Ganz auf Erzählung, Schauspiel und Atmosphäre kapriziert, ging Ivan Passers facettenreiches Drama sang- und klanglos unter. Das lag auch daran, weil interne Händel bei United Artists dem Film seinen Start erschwerten. Nach Fertigstellung hatte dort niemand mehr Interesse daran, Ivan Passers Film ins Kino zu bringen, nachdem dessen Befürworter zur Twentieth Century Fox abgewandert waren. Als er auf US-amerikanischen Filmfestivals wider Erwarten prämiert wurde, konnte Bis zum bitteren Ende im Sommer 1981 verspätet starten. Der tschechische Imigrant Passer beklagte sich seinerzeit darüber, dass UA zumindest versucht habe, seinen Film zu „ermorden“.
 
An Chinatown (USA 1974) oder Die heiße Spur (USA 1975) angelehnt, erscheint Bis zum bitteren Ende für 1981 fast anachronistisch. Das tut ihm aus heutiger Sicht natürlich keinen Abbruch. Die Darstellungen von John Heard, Jeff Bridges und Lisa Eichhorn sind exzellent. Als ein Ensemble erweist sich das Trio der Akteure ungemein glaubwürdig. Eine erstklassige Dramaturgie sowie eine unaufdringlich kunstvolle Kameraarbeit und Regie runden das Ganze ab. Die Tristesse, die der Film von der ersten bis zur letzten Minute ausstrahlt, ist durch und durch Film Noir. Typische Elemente: Traumatisierung durch Kriegserleben, Existenz am Rande der gesellschaftlichen Norm und reichlich Konfliktstoff.
 
Einziges Manko der sonst guten DVD-Edition von MGM: die deutsche Synchronisation von 1982 ist eine Katastrophe. Hier hilft nur der Originalton, ggf. in Kombination mit Untertiteln.
 

 

Neo Noir | 1981 | USA | Ivan Passer | Jordan Cronenweth | Jeff Bridges | John Heard | Lisa Eichhorn | Nina van Pallandt

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